Ankunft im Zeltlager

Nach einer 2 ½ stündigen Berg und Tal Fahrt kamen wir auf dem Platz des Jugendcamps an. Nach der Anmeldung hatten wir Zeit uns in unserem Zelt häuslich einzurichten und vor allem die bequemsten Betten der Welt aufzubauen.  Bis zur Begrüßungsfeier gab es dann noch Zeit, sich ein bisschen umzugucken und zu den anderen Gruppen ersten Kontakt aufzunehmen.
Der Rest des Tages bestand aus einer Luxemburgischen Begrüßungsfeier inkl. Fahne hissen, einer vorsätzlichen Brandstiftung am Lagerfeuer und einem nicht sehr abwechslungsreichem Abendessen.


1. Tag Einzelwettbewerb und Ausflug nach Bitburg

In der ersten Nacht war für einige von uns nicht viel an Schlaf zu denken, da der freiliegende Acker nicht gerade eine warme Umgebung war.
Zudem war die Nacht bereits um halb sieben beendet. Das große Duschen begann.
Als alle weitensgehend  fit und geduscht waren, ging’s zum Frühstück. Die kurze Zeit bis zum Beginn des Einzelwettbewerbs nutzen unsere Kids mit einer Runde Poker - natürlich ohne echtes Geld. Danach konnten unsere Kids zeigen dass Sie einer der ältesten Gruppen im Camp waren und deswegen auch schon etwas mehr Erfahrung im jugendfeuerwehrtechnischen Dienst haben. Die zu absolvierende Strecke war ein kleiner Teil der internationalen Wettbewerbsstrecke. Mit erst einem und danach einem weiteren gerollten C-Schlauch mussten zu erst einige Hindernisse überwunden werden bis man das Ende des zweiten Schlauchs an ein Strahlrohr kuppelte und dann auf einem Bild abgebildetem Gegenstand sichtbar hinlegte, einen vorgegebenen Knoten machte und den Handfeuerlöscher an die markierte Stelle brachte.
Nach dem Mittagessen ging es mit dem Reisebus in die Heimat nach Bitburg ins Schwimmbad.


2. Tag Ausflug nach Diekirch

Nach dem üblichen Morgenprogramm ging es, diesmal mit dem Feuerwehrbus in die Stadt Diekirch. Dort erwarte uns ein Besuch im Militärmuseum und danach im Automobilmuseum. Für beide Museen gab es ein paar zu beantworteten Fragen. Nach dem Mittagessen in der feuerwache von Diekirch ging es dann gut gestärkt zu einer Naturrally. Diese erstreckte sich über 2,5 km und ging über Stock und Stein. Da wir dann die erste Gruppe waren die am Ziel ankam, blieb uns dann noch ca. eine Std. um uns in Diekirch frei zu bewegen, bevor es dann mit dem Bus zurück ins Camp ging. Dort angekommen und gegessen fielen die ersten von uns ins Bett.


3. Tag Ausflug nach Stolzemburg

Nach einer sehr feuchten und kühlen Nacht ging es für unsere Truppe nach Stolzemburg. Dort wartete vormittags ein Besuch in der Kupfermine. Nach anfänglichen bedenken und den Weg vom Vortag noch in den Knochen, waren wir aber dann in der feuchten, dunklen und kalten Mine positiv überrascht. 30 Meter unter der Erde wurde uns gezeigt unter welchen Bedingungen die Menschen damals dort gearbeitet hatten. Über 80 ziemlich steilen Stufen ging es dann wieder hinauf ans Tageslicht.
Danach trauten wir unsren Augen und Ohren nicht. Bis zum Ort wo es Mittagessen gab waren es schlappe 6 Kilometer Bergauf und nur ca. 800 Meter wieder nach unten. Doch belohnt wurden wir mit einer leckeren Spagetti Bolognese.
Nach einer kurzen Mittagspause, in der viele mit ihrer Müdigkeit zu kämpfen hatten, ging es dann zur SEO (Socièté Electique de l’Our S.A.). Zum zurzeit größten Wasserkraftwerk in der Region. Es besteht aus zwei Oberbecken und einem Flussförmigen Unterbecken. Mit Hilfe von zurzeit 10 Triebwerken und dem Wasser aus den Becken, wird dort je nach Bedarf  Strom erzeugt. Die Entscheidung wann die Triebwerke in Betrieb genommen werden, fällt in der Nähe von Köln in der dort stehenden RWE Zentrale die mit an diesem großen Projekt beteiligt ist.
Nach der Besichtigung des momentan Leeren Oberbecken, ging es wieder zurück zum Lager.


4. Tag Workshops im Camp

An diesem Tag ging es nach den vielen Wanderungen der Vortage, etwas ruhiger zu.
Die Kids durchliefen mehrere Stationen. Angeboten wurden Waffeln oder Flammkuchen backen, spielerisches kennen lernen des Luxemburgischen Müllsystems, Erzählfiguren aus dem religiösen Bereich, Regenschirme bemalen, ein Mosaik  fertig stellen und die Herstellung einer Art Geldsäckchen.
Diese Stationen wurden im Stundenrhytmus durchlaufen. Zwischendurch gab es Mittagessen und eine Mittagspause zur freien Verfügung.


5. Tag Ausflug nach Luxemburg Stadt

Am letzten Tag der Ausflüge ging es für alle ausländischen Zeltlagergruppen nachdem frühen Frühstück mit dem Reisebus erstmal nach Rummelingen. Dort besuchten wir, ausgestattet mit Helm und dickeren Jacken, ein altes Bergwerk in dem bis 1944 noch Erz abgebaut wurde. Mit einer Bergbahn ging es ca. 1km um den Berg um dann in ca. 300 Metern Tiefe auszusteigen um uns dort die Geschichte des Bergwerks anzugucken. Gezeigt wurden die anfangs Zeit in der noch alles per Hand und unter gefährlichsten Bedingungen gearbeitet wurde, bis hin zu den Maschinen die nachher die Grube ausgehöhlt hatten um sie den zahlreichen Besuchern empfangen zu können.
Nach dem endlich deutschen Mittag essen das uns in dem anliegendem Restaurant serviert wurde – es gab Pommes mit Schnitzel- ging es dann mit dem Bus weiter nach Luxemburg Stadt.
 Dort erwartete uns eine Stadtführung durch die Stadt und auch durch die darunter liegenden Kassermatten. Diese boten in Zeiten des Krieges, den Bewohnern von Luxemburg Stadt den nötigen Schutz vor den Bombenangriffen.
Pünktlich um 16.00 Uhr began unsere erste offizielle Freizeit in einer der besuchten Städte.
Diese Zeit wurde hauptsächlich genutzt, um sich in den vielen Geschäften nach brauchbaren Souvenirs umzugucken.
Nach 2 Stunden Freizeit ging es dann wieder zurück ins Camp wo die Vorbereitungen für das angekündigte Grillen und die Disco bereits auf Hochtouren liefen.
Zu dem besonderen Anlass wurde auch die Nachtruhe um drei Stunden verschoben so das genug Zeit blieb ein letztes Mal Kontakt zu den anderen Gruppen zu knüpfen oder auch den bestehenden Kontakt zu intensivieren.


Abreise

Nach einer ziemlich kurzen Nacht hieß es nach dem Frühstück aufräumen und sauber machen. Nachdem alle Gepäckstücke verladen waren und die Zelte gesäubert waren, gab es zum Abschied eine auf Luxemburgisch gehaltene Messe unter freiem Himmel und im Anschluss an das Mittagessen eine Abschlussfeier. Dort wurden dann die Gewinner der über die Woche verteilten Wettbewerbe bekannt gegeben. Zudem wurde eine Abschlussübung  von einigen Luxemburgischen  und auch Deutschen Kids gezeigt - daran waren unsere Kids aber nicht beteiligt.
Nach dem einsammeln einiger Andenken, hieß es dann nur noch „Aufsitzen und Abfahrt, Bonn wir Kommen“.

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