Kirmes in Kessenich

Ein wenig unbemerkt von der Kessenicher Öffentlichkeit findet derzeit die Kirmes auf dem Gelände der Nikolausschule in der Pützstraße statt..
Mit dem tradiotionellen Fassanstich wurde am Samstag, den 21. August 2010, wurde die Kirmes eröffnet. CDU-Bezirksverordneter, Arno Hospes, schlug im Beisein des Kessenicher Ortsausschussvorsitzenden, Bruno Unkel, das Fass und brachte mit nur wenigen Schlägen das kühle Kölsch zum Fließen.
Am Sonntag, den 22. August 2010, fand dann in der Nikolauskirche der Kirmes-Festgottesdienst statt. Zahlreiche Vereine sind der Einladung des Ortsausschusses gefolgt, unter anderem die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft und die Kessenicher Karnevalsgesellschaft "KG Weiss-Blau".
Nach dem Gottesdienst folgte der Ehrenzug der Vereine und Bürger zum Kriegerdenkmal. "Ein Schweigemarsch", wie Ortsausschussvorsitzender Unkel sagte, hatte die Kapelle, die den Zug begleiten sollte, doch kurz vor dem Gottesdienst abgesagt.
Am Kriegerdenkmal wurde der Gefallenen und Verstorbenen mit Böllerschüssen und einem gemeinsamen "Vater Unser" gedacht.
Kurz darauf setzte sich der Zug wieder in Bewegung, der Kessenicher Ortsausschuss lud zum Frühschoppen ins Kirmesfestzelt.
Hier begrüßte Bruno Unkel nochmals alle anwesenden Kessenicher und lobte den Ausweich von der Pützstraße auf das Gelände der Nikolausschule als gelungene Reaktion auf die Bauarbeiten im Kessenicher Ortskern und regte für kommendes Jahr die gleiche Standortwahl an. Auch nutzte Unkel in seiner ihm eigenen Art die Gelegenheit, den Vertretern aus der Politik zu sagen, wo der Schuh drückt.
Bei Kölsch und alkoholfreien Getränken fand dann mit Unterstützung der Schützenbruderschaft das traditionelle Bürgerkönig-Schießen statt. Zu ihrer eigenen Überraschung gewann dieses die Präsidentin der KG Weiss-Blau, Sabine Henrich.
Am Montag, den 23. August 2010, endet die Kirmes wieder. Vorher sind jedoch am Vormittag noch die Kessenicher Senioren zum Frühschoppen ins Festzelt eingeladen. Um zwanzig Uhr dann mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr die Verbrennung des Kirmesmanns auf dem Gelände der Nikolausschule.

Paias-Verbrennung auf der Kirmes

Nun ist sie schon wieder vorbei, die Kessenicher Kirmes ging am 23.08.2010 mit der traditionellen Verbrennung des Paias (Kirmesmann aus Stroh) zu Ende.
Die Kessenicher feuerwehr hatte den Paias hergestellt und war dann auch für die verbrennung um 20 Uhr verantwortlich. Um ringt von einigen Zuschauern und Kirmesbesuchern, wurde der kirmesmann auf ein Sandbett gelegt, wo er alsbald von zwei Feuerwehrmännern entzündet wurde und schließlich in Flammen aufging.
Damit war das Ende der Kessenicher Kirmes nach altem Ritus besiegelt.
Was ist der Paias?
Der Paias ist eine mit Stroh ausgestopfte und mit Lumpen bekleidete, lebensgroße Puppe als traditionelle Symbolfigur der rheinischen Kirmes, insbesondere der des Bonner Umlands. Er kann als Abbild der Possenreißer gelten, die bereits im Mittelalter auf den Jahrmärkten zu finden waren.

Bericht mit freundlicher Genehmigung vonwww.bonn-kessenich.com

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